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Alles klar im neuen Jahr?

Das Jahr 2017 steht vor der Tür und lädt uns bereits jetzt ein, es mit unseren Gedanken und Emotionen zu füllen. Denn – angenommen, wir haben die Wahl, welche Qualität das neue Jahr haben wird – muss der Samen in den nächsten zwei Wochen gesät werden! Je klarer unsere Ausrichtung auf das, was wir uns wünschen, ist, desto eher wird es eintreten. Doch mit dem Wünschen ist es so eine Sache. Gestern habe ich in einem Buch gelesen, dass sich ein Mann ein offenes Herz ersehnt hat und ein Monat später hatte er eine OP am offenen Herzen …

Vielleicht ist es also besser, mit folgenden Fragen ins Rennen zu gehen: Welche Sehnsüchte habe ich und warum? Was ist in der Tiefe meiner Seele in mir angelegt und drängt nach Entwicklung? Was bringt mich zum Lächeln, wenn ich nur daran denke, das es tatsächlich passieren könnte? Das sind die Themen, die erfüllt und gelebt werden wollen, weil sonst lebenslange Unzufriedenheit nicht auszuschließen ist.

2017 ist das Jahr dafür, diesen Ideen nachzugehen.

Die Philosophie dahinter bringt Frederic Laloux in seinem Buch ‚Reinventing Organizations‘ auf den Punkt: „Das letztendliche Ziel im Leben besteht nicht darin, erfolgreich und geliebt zu sein, sondern der wahrhaftige Ausdruck unseres tiefsten Selbst zu werden.“ Interessantes Zitat in einem Fachbuch über neue Organisationsformen … und doch so passend! Denn die Ursache für viele Missverständnisse und viel Ineffizienz in Unternehmen scheint damit zusammenzuhängen,  dass die Menschen nicht authentisch agieren, sondern gefallen und entsprechen wollen. Authentisch sein heißt aber nicht, dass jeder macht was er will! Eher, dass jeder macht, was er gut kann, unangenehme Wahrheiten akzeptiert werden und gemeinsam an Lösungen gearbeitet wird und manchmal auch, Grenzen zu setzen, wo persönliche Werte verletzt werden.

Übrigens, einer der wichtigsten Werte in dieser schnelllebigen Zeit ist das Bedürfnis nach Sicherheit. Doch Sicherheit im Außen währt meistens nur kurz, denn weder Macht, Kontrolle oder eine teure Lebensversicherung können uns das Vertrauen liefern, dass das Leben an sich gut ist. Innere Sicherheit hingegen lässt einen auch in stürmischen Zeiten gelassen bleiben und die erlangt man wohl nur, wenn man sich obigen Fragen aufrichtig stellt, sich immer wieder Zeit nimmt, um nach innen zu schauen und immer mehr ein Leben lebt, das zu einem passt.  Und irgendwann sind dann auch die Wünsche so authentisch, dass sie praktisch schon erfüllt sind, wenn man daran denkt …

In diesem Sinne wünsche ich euch ein liebevolles Weihnachtsfest und ein wahrhaft wundervolles neues Jahr mit allen Highlights, die ihr euch schon jetzt vorstellen könnt!

Herzlichen Gruß von Mira

 

 

Farbwechsel im Atelier Mira & Bilderaktion online!

Liebe Freunde, Kollegen und Interessenten!

Während es mich wieder mehr in die Welt hinauszieht, um Menschen in Organisationen bei Veränderungsprozessen zu beraten, ist in meinem Atelier in Wien ebenfalls ein „Farbwechsel“ zu erwarten. Das Atelier soll in Zukunft durch mehrere Künstler belebt und genutzt werden, Synergien und gemeinsame Projekte dürfen entstehen und die Kreativität darf sich ungehemmt entfalten!

Um das Atelier gut dafür vorzubereiten, brauche ich dringend Platz und Luft für neue Ideen, Farben, Experimente und v.a. für neue Bilder! Daher starte ich hiermit eine Online-Bilderaktion, wo meine vielen verfügbaren Bilder zu sehr günstigen Preisen – bis zu -70% – angeboten werden. Ich habe die Bilder nach Schwerpunkten in meiner Malerei zusammengestellt, die mir besonders wichtig sind und die ich gleich ein wenig erläutere. Wenn ihr auf die jeweilige Überschrift klickt, dann erscheint ein PDF mit den Bildern inkl. Format und Preis.

Berge!

Fast alle Bilder des Schwerpunktes „Berge“ entstanden im Jahr nach einer Solo-Weitwanderung über einige österreichischen Berge. In der Motivwahl spiegelt sich meine Sehnsucht nach MEHR und HÖHEREN Bergen und v.a. meine Faszination für das Wunder Natur, von dem auch wir Menschen ein Teil sind.

Erotik!

Dieser Schwerpunkt ist ein Dauerbrenner in meiner Malerei, weil Erotik und Leidenschaft für mich Ausdruck von ungehemmter Lebensenergie sind. Lust und Liebe sind ein wunderbares Paar und ich stelle es gerne in temperamentvoller Üppigkeit dar.

Abstrakt!

Zu abstrahieren, mit Themen und Motiven zu spielen und sie wieder verschwinden zu lassen, ist ein Vergnügen für sich! Abstrakte Malerei ist für mich so spannend, weil jeder Betrachter etwas völlig anderes in das Bild interpretiert und jeder von ihnen hat natürlich Recht …

Genuss!

Sinnliche Erlebnisse sind der Zuckerguss unseres Seins … ob Musik, gutes Essen, ein exquisiter Wein oder Natur – all dies findet in meinen Genussbildern einen Ausdruck, manchmal abstrakt verfremdet und manchmal eindeutig lecker, fast zum Zu- oder Angreifen!

Alle Preise verstehen sich inkl. Ust. Wer am Kauf eines Bildes interessiert ist, schreibt mir bitte gleich eine Nachricht an mm@ateliermira.at und das Bild ist reserviert bis zur tatsächlichen Besichtigung bzw. Übergabe. Wer möchte, kann sich auch einen Termin mit mir vereinbaren und die rund 100 Bilder im Atelier in Ruhe durchsehen. Auch ein Versand ins Ausland ist möglich, dann kommen natürlich die Versandkosten dazu. Die Bilderaktion ist einen Monat gültig!

Einladung zur Ateliergemeinschaft

Hier noch die Fakten zur Ateliergemeinschaft: Ich vermiete ab September den großen Raum von meinem Atelier (40m2) im Stuwerviertel des 2. Bezirks an zwei KünstlerInnen … am liebsten natürlich an MalerInnen zwecks gegenseitiger Inspiration! Der Raum ist schön hell, zusätzlich gibt es einen Aufenthaltsraum, eine Teeküche, eine eigene Waschstelle für die Pinsel usw. und natürlich WC. Den zweiten kleineren Raum des Ateliers würde ich selbst nutzen. Die Kosten betragen € 250,- zuzügl. Ust. inklusive Betriebskosten, Heizung und WLAN-Nutzung pro Person und Monat. Das Atelier ist sehr gut öffentlich angebunden (U1, U2). Diese Einladung kann gern an Interessenten weitergeleitet werden!

Ich freue mich auf eure Nachrichten und sende einen herzlichen Gruß!

Alles Liebe, Mira

Dagegen sein hilft nix … Lieben schon!

Heute habe ich nach längerer Pause wieder das Bedürfnis, zu schreiben. Ein Plädoyer fürs Leben, für die Liebe und für ein positives Miteinander. In vielen Beziehungen, aber auch in der Wirtschaft und in unserer Gesellschaft wird in letzter Zeit sehr oft der Fokus auf das Trennende gelegt, auf die Unterschiede und vermeintlichen Fehler von anderen Menschen. Das tut weh. Da wird gesprochen von „die anderen“, „die da unten“ oder „die da drüben“ … Das führt meist zu Widerstand,  Anspannung und Krisen. Wer geht schon gerne in die Arbeit, wenn zwischen den Abteilungen tiefe Gräben liegen? Wer kommt gerne nach Hause, wenn in der Familie Mauern aus Meinungen und Rechthabenwollen aufgezogen wurden? Wer fühlt sich wohl in einem Umfeld des Dagegenseins?

Ich vermute, dass solch ein Klima nur dann entstehen kann, wenn es an einer klaren gemeinsamen Ausrichtung mangelt, mit der sich alle Betroffenen identifizieren können. Manchmal scheint es sogar einfach nur Gewohnheit zu sein, mehr auf Unterschiede hinzuschauen, als auf die gemeinsamen Potentiale für die Zukunft. Jedes Team und jede Organisation wird effizienter arbeiten, wenn sie eine leidenschaftliche Vision haben. Jeder Mensch wird zufriedener sein, wenn er weiß, welche Werte ihm wichtig sind und wie und mit welchen Menschen er sie am besten beleben kann. Andersartigkeit braucht einen dann nicht mehr zu stören, im Gegenteil. Wenn zwei Menschen, Teams oder Abteilungen auf die Suche nach dem Verbindenden gehen, entsteht ein „Sog“ in eine positive verbindliche Zukunft.

In Unternehmen sind es selbstverständlich die Führungskräfte, die Visionen mit Leben füllen und in klare Ziele umwandeln sollten. Tun sie das nicht, entsteht ein Vakuum an Entscheidungen, das sehr gerne von einzelnen Personen für den eigenen Vorteil genutzt wird. Mitarbeiter (und im übrigen auch Bürger eines Landes) sind offensichtlich froh über eine klare Ansage, auch wenn sie inhaltlich nicht immer überzeugend ist. Doch Dagegen sein hilft auch hier nichts … eher die Frage, was jeder und jede Einzelne beitragen kann, um zu einem besseren Miteinander zu gelangen. Und da habe ich im Moment nur eine Antwort parat: Lieben!

  1. Lieben, was ist – es gibt nämlich keine andere Ausgangsbasis als das Jetzt
  2. Sich selbst lieben – den eigenen Beitrag zur Situation erkennen und sich allenfalls für eine Veränderung entscheiden
  3. Die anderen lieben im Sinne von akzeptieren und respektieren – alles andere erzeugt erneut Widerstand – und beginnen, gemeinsam nach Lösungen zu suchen

Das ist nicht einfach, doch einen Versuch wert. Überall und Immer. Und immer wieder. Und noch einmal. Und irgendwann wird es vielleicht deutlich, dass nicht im Rechthaben, sondern im Lieben das wahre Glück des Menschen liegt …

Ich wünsche euch einen schönen Tag!

Mira

Auf Schatzsuche in Organisationen

In vielen Unternehmen wird nur ein Bruchteil des Potentials tatsächlich genutzt. Ziele und Strukturen werden vorgegeben und im Idealfall sogar erreicht, Probleme bearbeitet und Budgets mehr oder weniger motiviert erfüllt. Mehr nicht! Eine neue Wissenschaftsform, genannt „Positive Performance“ widmet ihre Aufmerksamkeit jedoch einer ganz anderen Frage: Welcher Erfolg wäre denn möglich, wenn alle Menschen in der Organisation die Möglichkeit hätten, ihr volles Potential zu leben? Welcher Schatz liegt im Keller jedes Unternehmens und wartet darauf, geöffnet zu werden?

Klingt nach Märchenstunde? Neueste Studien belegen, dass es sich sehr wohl lohnt, auf Schatzsuche zu gehen. Seit vielen Jahren wird untersucht, wie Glück und Leistungsfähigkeit von Menschen zusammenhängen. Das Ergebnis ist, dass jene Menschen, die gerne zur Arbeit gehen, einen Sinn darin sehen und ein wertschätzendes Arbeitsumfeld haben, um ein Vielfaches leistungsfähiger sind als jene, die sich täglich zur Arbeit schleppen. Wenn Menschen aufblühen durch positive Kommunikation in einem positiven Umfeld, weitet sich ihr Handlungsspielraum, sie werden kreativer, offener, können besser mit Widerständen umgehen und letztendlich arbeiten sie effizienter. Nicht wenig überraschend, dass in Organisationen, wo dieses positive Klima anzutreffen ist, die Fluktuation und Krankenstände stark sinken, Burnout kaum Thema ist und die Produktivität massiv steigt.

Voilà, der Schatz!

Ein weiterer Aspekt ist, dass sich viele Unternehmen gerade vor ganz neuen Herausforderungen sehen, die mit radikal veränderten Wirtschaftsprozessen, neuen Kommunikationskanälen wie social media und immer schnelleren Marktveränderungen einher gehen. Für Führungskräfte und Unternehmer wird es angesichts dieser Trends immer wichtiger, ruhig und gelassen Entscheidungen zu treffen und visionär voranzugehen. Menschen, die eine positive Ausstrahlung haben, inspirieren können und die auch einmal für ihre Mitarbeiter da sind, werden gebraucht. Die gute Nachricht dabei ist, dass man eine positive Einstellung lernen kann! Nicht von heute auf morgen, aber man kann üben, jeden Tag Gedankenhygiene betreiben, positiv auf Kollegen zugehen, sich bedanken, sich über eine Kleinigkeit freuen und v.a. jeden Tag aufs Neue überlegen: Wofür stehe ich heute auf?

Viele von euch kennen vermutlich das Unternehmen „Sonnentor“ – wer einmal dort hineingegangen ist, weiß wovon ich schreibe. Die freundliche Begrüßung kommt von Herzen, die Arbeiterinnen scherzen bei der gemeinsamen Arbeit (die nicht am Fließband stattfindet) und der Personalentwickler trägt ein T-Shirt mit „Talenteförderer“. Hier merkt man, dass sich großer Erfolg sehr gut mit hohen Ansprüchen an Nachhaltigkeit, Regioinalität und positiver Haltung vertragen kann. Der wertvolle Schatz dabei ist, dass in Unternehmen mit positivem Spirit sowohl ökonomischer Erfolg, als auch Mitarbeiterzufriedenheit UND Attraktivität nach außen erreicht wird. Und das ist sicher erstrebenswert für viele Organisationen!

Wer mehr darüber erfahren möchte, meldet sich bitte bei mir! Ich habe gemeinsam mit einer innovativen Organisationsentwicklungs-Firma ein Angebot entwickelt, dass genau diesen Schatz zu heben vermag …

Auf bald und viel Spaß beim positiv leben und arbeiten 🙂

Mira

Weihnachts Rap

Weihnachtskeks und Christbaumkerzen
heuer schenke ich von Herzen
allen Menschen die ich sehe
Augenblicke voller Nähe
nehme sie so wie sie sind
alte, junge, Hund und Kind
gemeinsam kochen trinken lachen
mit den Kindern Blödsinn machen
Frieden schließen
Tränen fließen
Sektkorken, Danke sagen
Harfenklänge, gut vertragen
stille Nacht, heilige Nacht
eine wunderbare Weihnacht!

und ein freudiges, gesundes und erfolgreiches Jahr 2016
wünscht euch Mira

Frieden, Frieden, Frieden

Nachrichten lesen ist in letzter Zeit echt eine Herausforderung für mich. Es drängt sich mir immer wieder der Gedanke auf: Da stimmt doch etwas nicht! Wie ist es möglich, dass so viele Menschen sich auf dieser wunderbaren Welt darauf fokussieren, GEGEN etwas zu sein anstatt nach dem großen Etwas zu suchen, FÜR das es sich lohnt, zu leben? Und wieso lassen sich so viele Menschen in Angst und Panik versetzen durch Medien und einseitige Berichterstattung?

Ich glaube es ist nur möglich, solange wir tief in uns noch Unsicherheit haben über unseren persönlichen Weg, über unsere persönlichen Glaubenssysteme und Werte. Welcher Mensch, der tief in sich verankert lebt, weiß, was ihm wichtig ist und was nicht, hat es notwendig, sich mit anderen zu vergleichen, Rivalität aufzubauen und Macht anzuhäufen? Welcher Mensch, der sich selbst liebt und Liebe erfährt, steht auf und kämpft gegen seinen Nachbarn?

Eine Freundin von mir hat zwei Flüchtlinge in ihrem Haus aufgenommen. Auf die Frage, wie sie mit der Angst vor Terror umgehe, sagte sie nur: Keine Sorge – sollten sie in irgendeiner Form böse Absichten haben, habe ich sie umgepolt, bevor sie noch etwas tun können – und zwar mit meiner Liebe! Ich war beeindruckt und zugleich wusste ich: Das ist es! Dort ist der Frieden! Und auch wenn ich mich in Bezug auf die gewaltvollen Ereignisse auf der ganzen Welt wirklich ohnmächtig fühle, kann ich bei mir im Kleinen anfangen mit der Frage:

Wo ist der Punkt in mir, wo Frieden ist? 

Welche Rahmenbedingungen brauche ich, dass ich anderen Menschen in Frieden und Achtsamkeit begegnen kann? Was muss ich verändern in meiner kleinen Welt, wem muss ich verzeihen, bei wem mich bedanken, wen verlassen, dass Frieden in mir einkehrt? Ich muss mich vielleicht mit vielen Dingen und Ereignissen in meinem Leben arrangieren, doch vieles kann ich auch steuern! Auch und vor allem meine Gedanken! Nehme ich in einem dunkelhäutigen Menschen einen potentiellen Terroristen wahr oder lächle ich ihn einfach an, weil er der Einzige in der U-Bahn ist, der gerade nicht in sein Smartphone schaut? Wie begegne ich meinen Kollegen am Arbeitsplatz – genervt oder freundlich? Was brauche ich, um positiv in den Tag gehen zu können? Wer ist mein größter Feind im Alltag und wie kann ich ihn oder sie lieben lernen?

Ok, das ist nicht einfach und auch nicht von heute auf morgen umsetzbar. Aber es ist denke ich ein lohnender Weg hin zu einem positiv orientierten Leben, zu einem Leben, das mehr und mehr Menschen Wohlbefinden bietet und den Blick aufs WOFÜR schärft … viel Freude damit!

Einen wunderbaren Tag wünsche ich euch, strahlende Sonne, gute Begegnungen und fließendes Arbeiten!

Mira

Das ist großartig! … oder die Freude am alltäglichen Wahnsinn

Gerade habe ich eine Passage in einem Buch gelesen, wo von einer Frau die Rede war, die – egal was in ihrem Leben passiert – sehr oft sagt: „Das ist großartig!“. Interessanter Ansatz … Ich habe einen wichtigen Termin und mein Kind ist krank – das ist großartig!?! Viele Menschen bewundern ein Bild von mir und keiner kauft es – das ist großartig!?! In Wien gibt es ziemlich viele Raunzer – das ist …. ähem, großartig!???!

Puhh, ich glaube, das ist keine leichte Übung! Und dennoch gefällt mir die Geschichte, denn wenn einem etwas im Leben gerade nicht gefällt, ist es meistens keine gute Idee, es zu bekämpfen. Oft zementiert man eine negative Situation regelrecht ein, wenn man ständig darüber grübelt, wie es nur dazu kommen konnte, warum gerade mir das passiert usw. Hat man die Rahmenbedingungen einmal akzeptiert, kann man sich rasch überlegen, wie man damit umgeht anstatt die Energie in den Ärger zu investieren!

Das gleiche gilt für Kommunikation – wenn mir der Vorschlag eines Kollegen nicht gefällt, hab ich zwei Möglichkeiten: „Ja, aber …“ oder „Yes, and …“. „Yes, and …“ ist ein wunderbares Prinzip, das ich in der Schauspielimprovisation gelernt habe. Im Impro-Schauspiel gehen zwei Personen spontan auf die Bühne und legen los. Das kann nur funktionieren, wenn einer beginnt und der zweite die begonnene Geschichte weiterspinnt, völlig egal, was vorgegeben ist und wie absurd es wird! Köstliche Szenen entstehen da 😀 Das gleiche könnten wir im Alltag probieren: Was immer euch von anderen Menschen präsentiert wird, versucht es wertfrei zu betrachten und weiterzuspinnen. Schließlich hat jeder Mensch seine Gründe für sein Verhalten und seine Einstellungen. Und wenn das Gesagte zu sehr eurem Weltbild widerspricht, hilft nur mehr Staunen!!! Interessant, solche Meinungen gibt es also auch – die kann ich im Moment nur unkommentiert stehen lassen und mir in Ruhe überlegen, wie ich damit umgehen möchte …

Charlie Chaplin sagte in der Rede zu seinem 70. Geburtstag: “ Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich gelernt, dass nennt man Demut.“ Da könnte was dran sein. Wir glauben oft, dass wir Opfer der Umstände sind oder dass uns niemand versteht. Wenn man jedoch alle Gegebenheiten und Menschen, die uns begegnen, als Geschenk des Lebens ansieht, dann bin ich auch in den schwierigsten Situationen nicht mehr weit von „Das ist großartig!“ entfernt. Darüber hinaus sind jene Dinge, die einem bei anderen stören, oft auch jene, die wir in uns selbst entwickeln sollten 😉

Ein Feund hat einmal gesagt, also ich mich beklagt habe, dass „niemand“ meine Bilder kauft: „Sei doch froh! Dann kannst du sie später, wenn du berühmt bist, umso teurer verkaufen!“ Ich musste sehr lachen …

In diesem Sinne, wünsche ich euch einen frohen Tag mit Freude dort, wo es gut läuft und Gelassenheit dort, wo es noch etwas zu ent-wickeln gibt!

Alles Liebe, Mira

 


 

I have a dream … Bilder im Kopf prägen unser Leben!

Dieses Foto habe ich kürzlich in Skopje, Mazedonien, gemacht. Ich zeigte es einem Freund, der neben mir stand und er staunte: Das sieht ja besser aus als in Wirklichkeit! Das ist ein interessantes Phänomen … eine der vielen wertvollen Fertigkeiten von Künstlern ist es anscheinend, den „richtigen“ oder zumindest den interessantesten Ausschnitt der Wirklichkeit darzustellen oder einzufangen! Oh wie schön!!! Das kann man sich doch auch fürs Leben merken …

Der Mensch ist ständig dabei, seine Wahrnehmung auf einen bestimmten Ausschnitt seiner Wirklichkeit zu fokussieren und wir haben auch ständig die Wahl, ob wir uns dabei auf belastende Themen konzentrieren oder auf stärkende. Meine Leidenschaft liegt dabei eindeutig beim Blick aufs Schöne und mit meiner Sommerlektüre „Wie wir aufblühen“ von Martin Seligman bekam ich vor ein paar Wochen erstmals eine wissenschaftliche Bestätigung meines seit Jahren praktizierten Brachialoptimismus 😉 Die noch junge sogenannte Positive Psychologie liefert immer mehr Studien, die beweisen, dass der Blick auf das, was gut läuft, nicht nur stärkend ist und zu mehr Wohlbefinden beiträgt, sondern sogar lebensverlängernd sein kann!

Schönreden schwieriger Umstände ist damit natürlich nicht gemeint, sondern vielmehr Wertschätzung dessen, was gut läuft um mit den negativen Begebenheiten besser umgehen zu können. Diese Philosophie nimmt zunehmend auch in Unternehmen Einzug – die Probleme ständig von einer Seite zur anderen zu wälzen, scheint nicht mehr zielführend zu sein (oder war es nie). Die Gegenstrategie lautet, auf Ressourcensuche im Betrieb zu gehen, einander zu vertrauen und auch einmal DANKE zu sagen und dann in diesem positiven Klima die Lösungen anzusteuern. Klingt nicht umsetzbar? Vielleicht nicht sofort, aber längerfristig ist es denke ich der einzige Weg zu Erfolg UND zufriedenen Mitarbeitern!

Eine kleine Übung dazu … macht einen Spaziergang mit bewusster Atmung und versucht, nichts oder nur positiv zu denken. Die negativen Gedanken dürfen einfach durchziehen 😉 Ungewohnt, nicht wahr? Aber ich schwöre, es trägt langfristig zum Wohlbefinden bei! Denn … alles, was der Mensch denkt, beeinflusst sein Verhalten und sein Gegenüber!! Wenn Führungskräfte zu 70% negativ über ihre Mitarbeiter denken, wie wird das Ergebnis aussehen? Vermutlich nicht außergewöhnlich gut! Wenn man hingegen die Stärken der Mitarbeiter wahrnimmt und seine eigenen auch, ist die Wahrscheinlichkeit für Wachstum – sowohl des Gewinns als auch der Mitarbeiter – viel wahrscheinlicher. Probiert es mal aus … am Arbeitsplatz oder auch privat: Denkt nur das Beste vom mühsamsten Menschen, den ihr kennt und seht was passiert …

Ich wünsche euch heute noch viel Freude beim positiven Denken und nicht vergessen … jeden Abend überlegen und vielleicht sogar aufschreiben, was an diesem Tag gut war!!!

Herzlichen Gruß von Mira

**** Einladung zum OPEN DAY im Atelier Mira ****

Dienstag, 22. September von 14.00 bis 19.00 Uhr

Mein Atelier ist in dieser Zeit offen für alle, die endlich oder wieder einmal meine Bilder sehen wollen, eine Deko für einen Wohn- oder Geschäftsraum suchen oder mich einfach treffen wollen 🙂 Kaffee und Kuchen ist da und irgendwann ploppt sicher eine Flasche Prosecco! Ich freue mich auf euch!

Über die großen Dramen und das unspektakuläre Glück

Angenommen, du könntest dich in jedem Augenblick für ein gutes Leben entscheiden und es funktioniert … alles läuft glatt, alle Probleme gelöst, du bist ruhig und entspannt und genießt dein Leben. Klingt gut, nicht wahr? Aber geht das wirklich? Und ist das nicht ein bisschen langweilig? Wo bleiben dann die Herausforderungen? Die Lebendigkeit!!! Wer oder was bin ich denn noch ohne meine Dramen und Probleme?

Ich persönlich bemerke, dass in meinem Leben immer weniger Dramen passieren und ich bin immer mehr überzeugt, dass das „schöne“ Leben sehr sehr unspektakulär ist. Mein Leben war früher von der ständigen Suche nach dem Adrenalin-Kick bei gefährlichen Sportarten, spektakulären Streits in der Familie und höchstem Leistungsanspruch im Beruf geprägt. Jetzt könnte man behaupten, ich sei eben schon etwas älter geworden und brauche das nicht mehr in diesem Ausmaß 😉 Doch ich glaube es steckt mehr dahinter … ich habe eine neue Erlebensqualität gefunden, die mir einen Großteil der Hypes erspart: die Sinnlichkeit des Augenblicks!

Viele Menschen spüren das Leben nur, wenn sie dicht verplant sind und alle möglichen Optionen ausschöpfen. Dann passieren manchmal Unglücke, Burnout, Krankheiten usw. und sie machen immer noch weiter, weil sie ihre Energie und ihren Nutzen auch aus den Dramen beziehen. Doch Lebendigkeit könnte sich auch so anfühlen … in einen Bergsee eintauchen und das Wasser wirklich fühlen und sich damit verbinden (wir bestehen ja zu 70-80% daraus), die Rose im Bild betrachten und alle Farbschattierungen und Formen in sich aufnehmen, in die Augen des Geliebten blicken und alle Gefühle zulassen die hochkommen, die unglaubliche Energie eines 200 Jahre alten Baumes ertasten oder sich jenseits aller Schönheitsideale auf ein Kunstwerk einlassen mit der Frage „wer bin ich mit diesem Bild“?

DAS ist Lebendigkeit! Wir alle wollen inneren Frieden und ewiges Glück und wenn dann einen Monat das Leben völlig reibungslos dahin läuft, ist es kaum auszuhalten! Da planen wir doch schnell eine neue Ausbildung ein (am besten mit Master-Abschluss), oder einen aufregenden Urlaub oder doch ein neues schnelleres Auto? Bitte nicht falsch verstehen … all das und noch mehr kann ein Leben sehr bereichern und zum Wohlbefinden beitragen! Doch nebenher gibt es noch das kleine Glück tief in deinem Inneren, die Leidenschaft deiner Seele, deine wahre Natur, die derartig lebendig ist, dass es dich umhaut, wenn du sie erst mal richtig zulässt. Sie braucht keine Reize und keine Konzepte, sondern nur reine Sinneserfahrung ohne Werturteile!

So kann das Leben dann doch noch spektakulär sein, aber nicht im herkömmlichen Sinn durch Interaktion im Außen, sondern viel stiller, intensiver und tatsächlich auch viel fröhlicher jetzt hier und gleich! An dieser Stelle fällt mir ein unterhaltsamer Film ein, der mit Augenzwinkern die großen Bedürfnisse und das kleine Glück des Menschseins beleuchtet … „Bruce Allmächtig“ mit Jim Carrey und Morgan Freeman. Der Gott im Film ist für mich völlig unabhängig vom jeweiligen Glauben als Metapher für das natürliche ethische Empfinden des Menschen zu sehen …

Viel Spaß mit dem Film und beim Experimentieren mit dem kleinen Glück wünscht euch
Mira


Noch zwei Plätze frei:
Sommerworkshop „Intuitiv Malen“ am 15. August 9.30-17.00 Uhr
Intuitiv malen, abstrakt oder gegenständlich, für Anfänger und Fortgeschrittene im kühlen Atelier MIRA … einfach experimentieren, eintauchen in die kreative Welt und viele Techniken und Tipps erfahren! Kosten € 90,- pro Person exkl. Material. Bitte bald anmelden via Kontaktformular!

Kreatives Potential schlummert … ÜBERALL!

Noch vor zehn Jahren war ich überzeugt, dass ich keine besonders kreative Person bin, schon gar nicht, wenn es um die bildliche Darstellung von Gegenständen oder gar Menschen geht. Dies überließ ich berühmten Malern, die ich mir aufmerksam in Galerien und Museen ansah. Doch das Leben hat mich eines Besseren belehrt und mich damals zu einem Kunsttherapeuten geschickt, der zu meinem spontanen Ausdruck in grellen Farben auf gut Wienerisch gesagt hat: „Na servas, DU hast vielleicht eine kreative Power!!!!“ Ich dachte: „Echt???“ Heute weiß ich: „Echt!!!!“

Heute weiß ich auch, dass dieses kreative Potential in jedem Lebewesen auf dieser Erde schlummert und darauf wartet, genutzt zu werden! Ich bin immer wieder erstaunt, wieviel Angst allein der Gedanke ans künstlerische Schaffen bei vielen Menschen erzeugt. Das ist nur damit erklärbar, dass der kreative Ausdruck von ebenso vielen Menschen schon in ihrer Kindheit nicht gewürdigt, geschweige denn gefördert wurde. Welch Drama! Mühsam muss man sich später als Erwachsener wieder auf den Weg machen, die für viele Lebenslagen so notwendige Kreativität wiederzuerlernen.

Dabei entspricht es unserer Natur, kreativ zu sein. Geht hinaus in eine natürliche Umgebung und seht, wie vielfältig und bunt die Natur ist. Wir sind ein Teil davon, warum sollten wir nicht vielfältig und bunt sein? Uns Menschen steht ja zusätzlich noch unsere enorme Gedankenkraft zur Verfügung. Kreativ zu sein, heißt dann im übertragenen Sinn, seinen Gestaltungsspielraum zu nutzen, die Bilder im Kopf auf die weiße Lebensleinwand zu übertragen, sie zu verwirklichen und dabei manchmal sogar alle Regeln der Perspektive und Farbenlehre auf den Kopf zu stellen. Zu meinem innersten Ausdruck zu stehen und fremde Meinungen zu meinem „Lebenskunstwerk“ einfach so dastehen zu lassen, was sie sind: fremde Meinungen.

Tatsächlich den Pinsel in die Hand zu nehmen, zu tanzen, Musik zu machen etc. macht natürlich Spaß – kann aber auch unsere allgemeine Fähigkeit, gestalterisch und individuell zu Leben, fördern und stärken. Das heißt nicht, dass alle jetzt zu Künstlern werden müssen, nein! Jedoch sich etwas abschauen vom künstlerischen Akt, ja! Kreative machen aus nix etwas, trauen sich, ihre Ideen zu verwirklichen, sind authentisch und oft sehr begeistert! Ich behaupte, dass diese Eigenschaften jedem Menschen im Alltag oder auch im Berufsleben helfen können … probiert es aus und erzählt mir davon 😉

Wer jetzt Lust bekommen hat, im Sommer kreativ zu werden:
Am 15. August gibt es einen eintägigen Mal-Workshop im Atelier MIRA, wo nach Herzenslust intuitiv gemalt werden kann. AnfängerInnen und erfahrene MalerInnen sind gleichermaßen  willkommen! Für erste Experimente ist ebenso Platz wie für die Bearbeitung von lange herumstehenden „Bild-Patienten“, egal ob abstrakt oder gegenständlich. Kostenbeitrag € 90,- pro Tag exkl. Material. Arbeitszeit 9.30-17.00 Uhr. Bitte um Anmeldung unter „Kontakt“.

Und wer selbst nicht malen möchte, kann gemeinsam mit mir kreativ werden:
Du hast Ideen für ein privates oder ein Unternehmensbild und ich male es!! Oben im Bild siehst du das Ergebnis aus einer wunderbaren Interaktion zwischen Auftraggeber und mir. Ausgangspunkt war, sich die „verborgene Aussicht“ mit den Wiener Gasometern ins Zimmer zu holen, daraus entwickelte sich ein buntes Stadtbild und schließlich schlich sich die Stadterotik mit der liegenden Frau ins Bild. Ein Prozess von mehreren Monaten, wo ich quasi die „lange Hand“ der großen kreativen Ideen meines Auftraggebers sein durfte! Hast du auch eine Idee im Kopf, die auf Realisierung wartet? Dann ruf mich an!

Ich wünsche euch eine wunderbare Sommerzeit!

Herzlichen Gruß von Mira