Über die großen Dramen und das unspektakuläre Glück

Angenommen, du könntest dich in jedem Augenblick für ein gutes Leben entscheiden und es funktioniert … alles läuft glatt, alle Probleme gelöst, du bist ruhig und entspannt und genießt dein Leben. Klingt gut, nicht wahr? Aber geht das wirklich? Und ist das nicht ein bisschen langweilig? Wo bleiben dann die Herausforderungen? Die Lebendigkeit!!! Wer oder was bin ich denn noch ohne meine Dramen und Probleme?

Ich persönlich bemerke, dass in meinem Leben immer weniger Dramen passieren und ich bin immer mehr überzeugt, dass das „schöne“ Leben sehr sehr unspektakulär ist. Mein Leben war früher von der ständigen Suche nach dem Adrenalin-Kick bei gefährlichen Sportarten, spektakulären Streits in der Familie und höchstem Leistungsanspruch im Beruf geprägt. Jetzt könnte man behaupten, ich sei eben schon etwas älter geworden und brauche das nicht mehr in diesem Ausmaß 😉 Doch ich glaube es steckt mehr dahinter … ich habe eine neue Erlebensqualität gefunden, die mir einen Großteil der Hypes erspart: die Sinnlichkeit des Augenblicks!

Viele Menschen spüren das Leben nur, wenn sie dicht verplant sind und alle möglichen Optionen ausschöpfen. Dann passieren manchmal Unglücke, Burnout, Krankheiten usw. und sie machen immer noch weiter, weil sie ihre Energie und ihren Nutzen auch aus den Dramen beziehen. Doch Lebendigkeit könnte sich auch so anfühlen … in einen Bergsee eintauchen und das Wasser wirklich fühlen und sich damit verbinden (wir bestehen ja zu 70-80% daraus), die Rose im Bild betrachten und alle Farbschattierungen und Formen in sich aufnehmen, in die Augen des Geliebten blicken und alle Gefühle zulassen die hochkommen, die unglaubliche Energie eines 200 Jahre alten Baumes ertasten oder sich jenseits aller Schönheitsideale auf ein Kunstwerk einlassen mit der Frage „wer bin ich mit diesem Bild“?

DAS ist Lebendigkeit! Wir alle wollen inneren Frieden und ewiges Glück und wenn dann einen Monat das Leben völlig reibungslos dahin läuft, ist es kaum auszuhalten! Da planen wir doch schnell eine neue Ausbildung ein (am besten mit Master-Abschluss), oder einen aufregenden Urlaub oder doch ein neues schnelleres Auto? Bitte nicht falsch verstehen … all das und noch mehr kann ein Leben sehr bereichern und zum Wohlbefinden beitragen! Doch nebenher gibt es noch das kleine Glück tief in deinem Inneren, die Leidenschaft deiner Seele, deine wahre Natur, die derartig lebendig ist, dass es dich umhaut, wenn du sie erst mal richtig zulässt. Sie braucht keine Reize und keine Konzepte, sondern nur reine Sinneserfahrung ohne Werturteile!

So kann das Leben dann doch noch spektakulär sein, aber nicht im herkömmlichen Sinn durch Interaktion im Außen, sondern viel stiller, intensiver und tatsächlich auch viel fröhlicher jetzt hier und gleich! An dieser Stelle fällt mir ein unterhaltsamer Film ein, der mit Augenzwinkern die großen Bedürfnisse und das kleine Glück des Menschseins beleuchtet … „Bruce Allmächtig“ mit Jim Carrey und Morgan Freeman. Der Gott im Film ist für mich völlig unabhängig vom jeweiligen Glauben als Metapher für das natürliche ethische Empfinden des Menschen zu sehen …

Viel Spaß mit dem Film und beim Experimentieren mit dem kleinen Glück wünscht euch
Mira


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4 Gedanken zu „Über die großen Dramen und das unspektakuläre Glück“

  1. Liebe Mira,
    du schreibst ja soooooo schön, aber über Deinen Blog muss ich noch mal nachdenken ob es wirklich so ist. Ich persönlich möchte nicht mehr unter Strom stehen. Ich sag da Bescheid meine Liebe, Bussal Irene

  2. Liebe Mira, danke für deine Blogs, die ich nicht immer beantworte, die ich aber nichtsdestoweniger gut finde! Zu deinen gestrigen Sentenzen möchte ich meine eigene Ansicht schreiben: Auf dem Erdboden bleiben, manchmal in die Höhe schweben. Wie du sagst, das Glück in der Stille finden; doch auch manchmal eine Spannung (nicht unbedingt 2000 Volt) suchen! Schönes hören und sehen und manchmal Zeit zum Nachdenken haben!
    Liebe Grüße
    Dieter

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